Calcium-Blocker könnten Krebsausbreitung stoppen


Bei den Calcium-Antagonisten handelt es sich um eine verschreibungspflichtige Arzneimittelklasse, die weithin verordnet wird bei Problemen wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und anderen Herzkrankheiten.

Nun bringt eine aktuelle Studie diese Medikamente ins Gespräch zur Anwendung bei Krebs. Die Arbeit erschien im JournalNature Communications. Angefertigt wurde sie von Forschern aus dem finnischen Turku.

Die Autoren erklären, mit Calcium-Kanal-Blockern ließe sich angeblich die

Ausbreitung von Brust- sowie Pankreaskrebs blockieren.

Eine bizarre Überlegung. Denn nachweislich unterdrücken Calcium-Antagonisten die Aufnahme von Vitamin C in die Zellen. Doch ist gerade dieser Mikronährstoff von ganz herausragender Bedeutung bei der Krebsbekämpfung.

Ein Einsatz derartiger Medikamente bei Krebspatienten zöge also nur einen Gewinner nach sich: das Billionen Dollar schwere Pharmageschäft mit der Krankheit.

Auf 11 Milliarden US-Dollar belief sich der weltweite Umsatz mit Calcium-Kanal-Blockern im Jahr 2016. Von Millionen Patienten eingenommen, sollen die Verkäufe bis zum Jahr 2022 Schätzungen zufolge auf 15 Milliarden anwachsen.

Die Wirkung des Medikaments beruht auf der Blockade bestimmter Eintrittsstellen innerhalb der Zellmembranen. Behindert wird das Eindringen von Calcium, z.B. in den Zellen der glatten Muskulatur, welche die Blutgefäße auskleidet, in den Herzmuskelzellen oder in Zellen anderer Gewebetypen.

Das unmittelbare Resultat ist die Entspannung der Muskelzellen sowie weitere pharmakologische Effekte. Doch wie stets bei Pharmapräparaten gibt es eine ganze Reihe schwerer Nebenwirkungen.

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3 Kommentare zu “Calcium-Blocker könnten Krebsausbreitung stoppen”

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