Das Wissen der „Kräuterfrauen“ hilft


Kräuterfrauen wurden im Mittelalter als Hexen verbrannt, sowie auch deren Aufzeichnungen vernichtet. Es ist deshalb heute sehr schwer noch Informationen über das alte Kräuterwissen zu bekommen. Kräuterweiber und Bauerndoktoren haben ihre medizinischen Rezepturen häufig nur innerhalb der Familie weitergegeben. Dadurch ist leider der größte Teil für die Allgemeinheit in Vergessenheit geraten. Dieses Buch belebt dieses Wissen neu: Es ist in mehr als drei Jahrzehnten Sammeltätigkeit entstanden und listet eine Fülle von Hausrezepten der Volksmedizin auf. Johann Schleich ist es in unermüdlicher Arbeit gelungen, die oft nur mündlich überlieferten, manchmal auch streng geheimen Rezepte

der Kräuterweiber, Bauerndoktoren und Naturheiler zu sammeln und vor dem Vergessen zu bewahren.
Gebunden, 216 Seiten, zahlreiche Abbildungen

Ein Besispiel für die Herstellung eines Balsams:
Harzbalsam zum Einreiben
Harzbalsam wird aus dem Harz unterschiedlicher Nadelbäume wir Tannen, Fichten, Kiefern oder Lärchen gewonnen.
Der Harzbalsam wird aus natürlichem Baumharz, natürlichen Fetten (Öle, Butte, Sheabutter und Wachsen (Bienenwachs) hergestellt.
Hinzugefügt werden aromatische Komponenten in Form von jungen (noch grünen) Tannen- und Kiefernzapfen, Nadeln und Rinden sowie extrahierten konzentrierten ätherischen Ölen.
Man sammelt – vorzugsweise in den Wintermonaten – die am Baumstamm unterhalb der Wunde herabgelaufenen Harztränen, die sich in den Wintermonaten ohne Beschädigung der Rinde entweder mit dem Fingernagel oder einem anderen stumpfen Werkzeug abkratzen lassen.

Mengen/Mischung

ca. 50- 80g Kiefern-, Fichten-, Tannen- oder Lärchenharz (artenrein oder gemischt);
ca. 250- 300 ml gutes Olivenöl;
30g Sheabutter;
30g Bienenwachs, raffiniert;
ca. 15-30 Tropfen Kiefernnadelöl o.ä.

In einem alten Topf das Harz mit allen Verunreinigungen (Nadeln, Rinde) und der angegebenen Menge Öl erhitzen – nicht kochen! Nach ca. 2 Stunden Kochzeit das Harzöl noch heiß durch ein metallenes Küchensieb abgießen und in einem weiteren Topf mit der Sheabutter und dem Bienenwachs verrühren, bis dieses sich aufgelöst hat. In kleine Salbendöschen füllen und offen stehend abkühlen lassen. Am nächsten Tag zuschrauben und etikettieren. Kühl und dunkel 1 Jahr haltbar.

Der Rückstand im Kochtopf kann mit der nächsten Charge weitergekocht werden. Alle verwendeten Utensilien lassen sich am leichtesten mit Spiritus (Brennspiritus) reinigen.

Der Harzbalsam wird als Husten- und Brustbalsam äußerlich angewendet (Einreibungen von Brust, Hals und Rücken). Verwendung findet er bei Erkältungen der Atmungsorgane, insbesondere Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Halsschmerzen. Quelle: Visionen.com

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