220px-Tuberculosis_symptoms_svg

Schulmedizinische Hochstapler


Neuigkeiten von der evidenzbasierten Gaunerei der schulmedizinischen Hochstapler

Wenn man sich einmal die Anklageschrift der amerikanischen Staatsanwaltschaft anschaut, dann müsste eigentlich auch dem letzten treu gläubigen Anhänger der allein selig machenden Mutter Schulmedizin ein Lämpchen aufgehen (Quelle: http://www.justice.gov/opa/documents/gsk/gsk-criminal-info.pdf). Dort, wo die Protagonisten der Schulmedizin und Gegner der alternativen Medizin lauthals letztere an den Pranger der Unglaubwürdigkeit und Scharlatanerie stellen, werden sie jetzt von der amerikanischen Justiz dessen überführt, was sie ihren Gegnern immer unterstellen. In der Psychologie würde man so etwas „Projektion“ nennen. Dabei werden die eigenen Fehler anderen in die Schuhe geschoben, um von sich abzulenken. So auch im eingangs erwähnten Fall von Glaxo: Die Anklageschrift argumentiert, dass Paxil

nur für die Behandlung von Erwachsenen von der FDA zugelassen worden war. Aber dennoch manipulierte Glaxo Studiendaten mit Kindern so, dass unter dem Strich eine überzeugende antidepressive Wirkung auch bei Kindern und Jugendlichen heraus kam. Ein Angestellter von Glaxo schlug sogar vor, die Nebenwirkungsliste dahingehend zu frisieren, dass Verschlimmerungen von Depressionen und Auftauchen von feindseligem Verhalten bei 11 Kindern in der fraglichen Studie einfach entfernt wurden. Sein Vorschlag: Anstelle dessen könnte man ja die Nebenwirkung „Kopfschmerz“ einsetzen und schon wäre die evidenzbasierte Basis der Arbeit gesichert. Unter dem Strich wurde also der negative Befund der Studie in einen Erfolg umfrisiert. Sie werden es nicht glauben, aber diese Arbeit ist wirklich veröffentlicht worden, und zwar 2001 im Journal of American Academy of Child und Adolescent Psychiatry. Und diese einzige, dazu noch evidenzbasiert verfälschte Studie diente Glaxo als Grundlage für die Befürwortung der Indikationserweiterung.

Wellbutrin ist ein anderes Antidepressivum der Firma. Seine Indikation wurde, laut Anklageschrift, auf die Indikationen „Gewichtsreduktion“ und „Störungen der Sexualfunktion“ erweitert. Hierfür wurde eine Marketingfirma angeheuert, die ordentlich viel Lärm um die Abnehmqualitäten des Produkts machten (in den USA ist öffentliche Werbung für Medikamente seit ca. 15 Jahren erlaubt, siehe mein Artikel „Pillen fürs Leben„). Damit nicht genug. Die Marktschreier behaupteten auch noch, dass der zufriedenen Kunde mit der Einnahme des Medikaments zur erhöhten sexuellen Leistungsbereitschaft in der Lage ist. Auch für diese Mission sind natürlich Leckerlis an die Ärzte verteilt worden, wie Urlaub in Hawaii, bezahlte Redneraufträge, Einladungen nach Europa zur Fasanenjagd, Tickets für ein Madonna Konzert. Heilige Mutter…

Mein persönliches Negativ-Highlight: Avandia. Dieses Präparat gegen zu hohe Blutzuckerwerte ist ja jetzt evidenzbasiert vom Markt gefegt worden (eine Zusammenfassung der Geschehnisse finden sie in meinem Artikel: „Avandia – ein evidenzbasiertes Desaster„). Und dies geschah nicht deshalb, weil es zu vielen Patienten nach der Einnahme zu gut ging. Hier wurde Glaxo für schuldig befunden, Todesfälle und Nebenwirkungen, die möglicherweise bzw. tatsächlich auf das Präparat zurückzuführen waren, nicht der FDA gemeldet zu haben. Dies ist eine gesetzliche Auflage in den USA für neu zugelassene Medikamente.

Es ist bemerkenswert, dass die Anklageschrift einen für diese Verhältnisse enorm langen Zeitraum von 6 Jahren (2001 bis 2007) angibt. Das heißt, dass Glaxo sich 6 lange Jahre mit einem Medikament die Nase goldig verdient hat, an dem letztendlich bis zu 50.000 oder auch mehr Menschen gestorben sind. Auch hier wusste die Firma, dass bei Entdeckung die Strafe in keinem Verhältnis zum Gewinn stand. Dies war das Todesurteil für all diese Menschen, die sich vertrauensvoll und Rat suchend an ihren Arzt gewandt hatten. Hätten sie es mal besser nicht getan. Aber was ist das gegen einen jährlichen Umsatz von ca. 3 Milliarden Dollar? Rene Gräber Heilpraktiker schreibt weiter…

… und es kann noch schlimmer kommen

Evidenzbasiert werden Patienten über den Tisch gezogen, einige sogar, bis dass sie dabei ihr Leben lassen müssen. Firmen wie Glaxo produzieren sogar Medikamente, bei denen sie von Gesetzes wegen von jeder Haftung ausgeschlossen sind: Impfseren. Da kann man sich an den Fingern abzählen, was da auf einen zukommen kann, wenn die Auflagen für die „normalen“ Medikamente noch nicht einmal eingehalten werden.
Quelle: http://naturheilt.com/blog/boese-buben-pharmaindustrie-beim-schummeln-erwischt/

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s