Gegen Depressionen hilft das richtige Licht


$_12Der Stoffwechsel wird durch die Lichttherapie genau so angeregt wie die Hormonproduktion. Im Winter, wenn die Tage kurz sind, ist diese Therapie für jeden zu empfehlen. Beim guten Gerät und vorschriftsmäßiger Anwendung profitieren alle Zellen im Körper und es gibt ein Glücksgefühl der besonderen Art. Was man noch darüber wissen muss:

Wenn im Winter die Tage kürzer und dunkler werden führt das fehlende Licht zu einer erhöhten Melatonin-Produktion und damit auch zu einem Mangel an Serotonin. Dieses Ungleichgewicht zwischen den beiden Hormonen kann einen depressiven Zustand auslösen, den Mediziner Winterdepression oder saisonabhängige Depression (SAD) nennen. Unabhängig von dieser saisonalen Spezialform ist jede Depression mit einem Serotonin-Mangel verbunden, weshalb auch chemische Antidepressiva (Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) in diesen Hormonstoffwechsel eingreifen. Genauso wirksam wie diese Medikamente ist jedoch die vollkommen nebenwirkungsfreie Therapie mit speziellem Licht.

Dass die Behandlung mit Licht die wirksamste Strategie gegen Winterdepressionen ist, haben bereits mehrere Studien nachgewiesen. Der Wirkungsmechanismus dieser Lichttherapie ist ganz einfach und vollkommen natürlich, denn sie arbeitet mit einer Lichtquelle, die in ihrer Strahlung dem Sonnenlicht ähnelt. Allerdings sind bei den therapeutischen Lampen die schädlichen UV-Strahlen durch den Vorsatz einer speziellen Glasscheibe herausgefiltert. Über die Augen wird die Lichtstrahlung der Lampe aufgenommen und über den Sehnerv zum Gehirn weitergeleitet. Hier erreicht sie direkt den Taktgeber im Mittelhirn (Nucleus suprachiasmaticus) und kann so zu einer Freisetzung der „Glückshormone“ führen.

Um einen therapeutischen Effekt zu erzielen, müssen Sie zu Beginn täglich eine Lichtdusche mit der Speziallampe nehmen. Die ersten positiven Effekte werden Sie bereits nach vier Tagen bemerken. Je nach Gerät schwankt die erforderliche Dauer der Lichtexposition zwischen 30 und 120 Minuten.

Um eine medizinische Wirkung zu erzielen, muss Ihre Therapielampe eine Helligkeit von mindestens 2.500 Lux (Beste Qualität 10.000 LUX) haben. Lampen mit einer niedrigeren Luxzahl sind eher Wellness-Lampen und für medizinische Zwecke nicht geeignet. Lichttherapien werden zwar auch in einigen Arztpraxen angeboten – bequemer ist diese Behandlung jedoch zu Hause. Die therapeutische Lampe (im Sanitäts- und Internethandel zwischen 200 und 500 €) müssen Sie allerdings selbst kaufen. Hier gibt es die Thepielampe gerade günstig: Lichttherapie-Lampe

Für den größten therapeutischen Nutzen sollten Sie Ihre Lichtdusche gleich nach dem Aufstehen in den Morgenstunden durchführen. Dabei müssen Sie nicht ständig in die Lampe schauen. Sie können während der Lichttherapie z. B. lesen, am Schreibtisch arbeiten oder handarbeiten. So profitieren Sie am meisten von der Lichttherapie:

– Setzen Sie sich in den ersten 14 Tagen der Behandlung täglich der Lichtquelle aus.

– Nutzen Sie Ihre Therapielampe nicht am späten Nachmittag oder Abend da es sonst zu Schlafstörungen kommen könnte.

– Sehen Sie jede Minute 5 Sekunden lang direkt in die Lichtquelle, um den Lichtreiz zu intensivieren.

– Trinken Sie während der Lichtexposition mindestens l Wasser oder ungesüßten Tee, da der gesamte Stoffwechsel durch den Lichtreiz angeregt wird.

– Johanniskraut kann die Photosensibilität erhöhen und in Kombination mit dem Therapielicht zu juckenden Hautrötungen führen. Setzen Sie diese Präparate daher vor der Lichtbehandlung vorsichtshalber ab.

Außer den Lampen zur Lichttherapie gegen Depressionen sind im Handel auch Lichtwecker (ab ca.70 €) erhältlich, die sowohl einen Sonnenaufgang als auch einen Sonnenuntergang simulieren können. Auf diese Weise wird sowohl morgens zum Erwachen als auch abends als Einschlafhilfe die jeweils notwendige Hormonausschüttung angekurbelt. Beitrag

von Beate Rossbach

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