Laktose Intoleranzen nehmen drastisch zu


Ob wohl die vielen Meldungen einer Laktose Intoleranz zunehmen, sind es trotzdem erstaunlich wenige, die von Geburt an schon an dieser Unverträglichkeit leiden. Meiner Meinung nach sind es die vielen Zusatzstoffe, die unnatürlich in unsere Nahrung gelangen. Kinder sind dabei besonders gefährdet. Bei einer Laktose-Intoleranz (Laktose = Milchzucker; Intoleranz = Unverträglichkeit) fehlt das Enzym Laktase.
Die Laktase wird normalerweise im Dünndarm gebildet und spaltet dort den Zweifachzucker Laktose (also Milchzucker) in 2 Einfachzucker nämlich Galaktose und Glucose. Fehlt dieses Enzym gelangt Milchzucker unverarbeitet in den Dickdarm. Dort kommt es zu Gärungsprozessen und infolgedessen treten Beschwerden wie Blähungen, Bauchkrämpfe oder Durchfall auf.

Es gibt verschiedene Diagnose-Methoden um eine Laktose-Intoleranz festzustellen.

◦H2 – Atemtest:
Beim H2 – Atemtest wird 50 g Laktose in Wasser gelöst und vom Patienten getrunken. In den darauffolgenden 3 Stunden wird in regelmäßigen Abständen der Anteil an Wasserstoff (H2) im Atem gemessen. Kommt es zu einem Anstieg der H2-Konzentration im Atem wird angenommen, dass eine Laktose-Intoleranz vorliegt. Erhöht sich der Anteil an Wasserstoff (H2) in der ausgeatmeten Luft, so ist dies ein Zeichen für das Vorliegen einer Laktoseintoleranz.
Vor der Testdurchführung bitte beachten:
Dieser Test ist nur aussagekräftig, wenn

◦in den letzten vier Wochen keine Antibiotika zugeführt wurden

◦in den letzten vier Wochen keine Darmspülung durchgeführt wurde

◦in den letzten vier Wochen keine Enteroskopie gemacht wurde

◦Spätestens 6 Stunden vor Testbeginn das Fasten begonnen wurde.
ACHTUNG: Auch Kaugummis sind in dieser Zeit und während des Tests verboten.

◦Spätestens 30 min vor Testbeginn die letzte Zigarette geraucht und auf körperliche Anstrengung verzichtet wurde

◦Oraler Laktose-Belastungstest (Blut- oder Belastungstest):
Beim Belastungstest wird dem Patienten 50 g Laktose bzw. 2 g Laktose pro Kilogramm Körpergewicht zugeführt. Anschließend misst man den Anstieg des Blutzuckerspiegels. Steigt der Blutzuckerspiegel nicht über einen gewissen Wert (< 20 mg/100 ml) liegt eine Laktoseintoleranz vor. Dieser Test wird immer mehr durch den H2-Atemtest verdrängt.

◦Messung durch eine Gabe an radioaktiv markierter Laktose:
Man misst die Menge des ausgeatmetem markiertem Kohlenstoffdioxids.

Erklärung

3 thoughts on “Laktose Intoleranzen nehmen drastisch zu”

  1. Bei mir wurde vor einiger Zeit ein Atemtest durchgeführt.
    Der höchste messbare Wert auf der Skala wurde schon nach 1,5 Stunden erreicht. Seit meiner Ernährungsumstellung bin ich nun symptomfrei und fühle mich viel besser.
    Leider findet man nur in ausgewählten Geschäften entsprechende Lebensmittel zu kaufen. Das finde ich sehr schade.

  2. „die vielen Zusatzstoffe“ führen ggf. zu Laktoseintoleranz – das ist ein interessanter Aspekt. Bisher ging ich -auch aufgrund von Erfahrungen im Bekanntenkreis- davon aus, dass Menschen, die in der Kindheit Laktose problemlos vertragen und ununterbrochen weiter als Erwachsene Milch getrunken haben, dieses Enzym nicht verlieren, dass aber (nur) Menschen, die als Erwachsene dann länger auf Milch verzichtet haben, mit der Zeit die Fähigkeit zur Milchverdauung verlieren. Es scheinen aber nach der Statistik überproportional mehr zu werden, was umso erstaunlicher ist, da vielen Produkten (Süssigkeiten, Cafe-Fertigpulvermischungen u.a.m.) Milchbestandteile und vermutlich damit Spuren von Milchzucker zu gesetzt sind. Immerhin bekommt man im Drogeriemarkt Laktase-Tabletten, die einen Genuss von Milchprodukten „erleichtern“.

  3. Hi, sehr schöner Artikel! Mich beunruhigt vor allem der „versteckte“ Milchzucker in verschiedenen fertignahtungsmitteln und Getränken! Hierdurch besteht ja grundsätzlich die Gefahr auf die Symptome einer Laktoseintoleranz! Den Atemtest habe ich übrigens auch bereits gemacht!

    Grüße Domi

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