Im Darm sitzt das ganze Leben


Der erste Schritt der ultimativen Reinigung besteht darin, eine gesunde Darmflora wiederaufzubauen. Dazu müssen die pathogenen Keime im Darmtrakt mit einer passenden antimikrobiellen Substanz ausgedünnt werden, bevor sofort danach Probiotika oder Milchsäurebakterien zugeführt werden. Ich persönlich bevorzuge frischen, rohen Knoblauch, der gegen Keime und vor allem Pilze äußerst wirksam ist. Um unerwünschten Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und anderen Magen-Darm-Beschwerden vorzubeugen, sollten Sie den Knoblauch am Anfang vorzugsweise (aber nicht unbedingt) zusammen mit einem starken Abführmittel einnehmen. Das nennt man eine Spülung. Besonders wirksam ist die Spülung, wenn Sie einen Esslöffel Bittersalz (Magnesiumsulfat) in einem großen Glas Wasser auflösen. Anschließend sollten Sie noch etwas Wasser trinken.

Bei Verstopfung oder Übergewicht können Sie beim ersten Mal zwei Esslöffel benutzen, um sicherzustellen, dass es am anderen Ende schnell wieder herauskommt. Um den bitteren Geschmack zu verringern, kann das aufgelöste Bittersalz über Nacht in den Kühlschrank gestellt werden. Morgens zerdrücken Sie dann eine große Knoblauchzehe, vermischen sie mit etwas Wasser und trinken die Mischung, gefolgt von der gekühlten Bittersalzlösung und etwas zusätzlichem Wasser.

An den folgenden Morgen können Sie weniger Bittersalz oder stattdessen ein schwächeres Abführmittel nehmen, wie etwa Flohsamen. Wenn Sie keinen Knoblauch mögen, können Sie den zerdrückten oder kleingewürfelten Knoblauch auch in Gelatinekapseln geben. Wer allergisch gegen Knoblauch ist, sollte ein anderes antibakterielles Mittel benutzen, wie etwa einen Teelöffel Natron (das allerdings nur gegen Pilze wirksam ist), zwei Teelöffel Wasserstoffperoxid, Olivenblatt-Extrakt, Lapacho-Extrakt oder Wermut. Gleiches gilt, wenn man Knoblauch aufgrund gesellschaftlicher Beschränkungen nur am Wochenende einnehmen kann. Als Alternative dazu kann direkt mit Jod in Lugol’scher Lösung angefangen werden.

Andere Abführmittel, die man für die Spülung benutzen kann, sind Glaubersalz oder Natriumsulfat, Rizinusöl oder Sennesblätter. Sie müssen etwas mit dem Abführmittel Ihrer Wahl herumexperimentieren, um die richtige Dosierung zu fi nden, die Sie mit dem Knoblauch einnehmen können, sodass es innerhalb weniger Stunden wirkt.

Flohsamen sind hervorragend und für den Gebrauch über einen langen Zeitraum hinweg am empfehlenswertesten. Leiden Sie nicht unter Übergewicht oder Verstopfung, können Sie die ultimative Reinigung auch mit Flohsamen anstatt mit Bittersalz beginnen. Diese entfernen besonders effektiv Endotoxine aus dem Darmtrakt und verringern allergische und Autoimmunreaktionen.

Dazu gibt man einen Teelöffel Natron und einen gehäuften Teelöffel Flohsamen in ein großes Glas Wasser, rührt um und trinkt es, gefolgt von einem weiteren Glas Wasser. Bis zum Beginn der systemischen antimikrobiellen Therapie sollten Sie kleingehackten Knoblauch oder ein anderes antibakterielles Mittel mit dem Flohsamen-Drink mischen. Solange es Anzeichen für Schmerz, Entzündungen, Candida oder Übersäuerung gibt, sollte auch der Teelöffel Natron hinzugefügt werden. Wenn Sie später noch immer Parasiten im Darm vermuten, können Sie den Flohsamen auch MMS, Lugol’sche Lösung, Wermut oder ätherische Öle in den unten angegebenen Dosierungen hinzufügen.

Diese Reinigung des Darmtrakts sollten Sie für mindestens drei Tage, vorzugsweise aber für zwei Wochen durchführen, bevor Sie mit der systemischen Therapie beginnen, und dabei weiterhin Flohsamen und Natron einnehmen, bis Sie sich wieder wohlfühlen.

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