Nehmen sie Antibiotika nur im äußersten Notfall

Viel zu oft wird bei jeder Kleinigkeit Antibiotika genommen! Anti Bio tika heißt gegen das Leben. Man vernichtet nicht nur schlechte Bakterien sondern auch die Guten! Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, erhöht sich dann, wenn Antibiotika über mehr als zwei Wochen hinweg eingenommen werden. Denn die Einnahme von Antibiotika zerstört nicht nur die „schlechten“ Nehmen sie Antibiotika nur im äußersten Notfall weiterlesen

Lymphknoten – wie wichtig ist der Lymphfluss

Neben dem Blut mit dem Blutgefäßsystem (Arterien, Kapillaren, Venen), dem Liquorsystem (Flüssigkeit im Rückenmark und Gehirn), der Intrazellular-Flüssigkeit (Flüssigkeit innerhalb der Zellen) ist das Lymphsystem das vierte große Flüssigkeitssystem und -reservoir des Körpers. Ein Mensch mit ca. 70 kg Körpergewicht hat etwa 5 – 6 Liter Blut. Er hat ca. 0,14 Liter Liquor (wirklich nur ca. 140 ml). Aber er hat ca. 20 Liter Intrazellular-Flüssigkeit und auch ca. 15-16 Liter Lymphflüssigkeit, d.h. fast die dreifache Menge Lymphe gegenüber dem Blut. Trotz dieser großen Menge an Lymphe wird das Lymphsystem in der modernen Medizin sehr stiefmütterlich behandelt.

In dem Buch: Hubert Mörl, „Gefäßkrankheiten in der Praxis“, 4. Auflage, 1989, werden für das Blutgefäßsystem und seine Krankheiten 348 Seiten benötigt und für die Krankheiten des Lymphsystems gerade sechs Seiten. In einem anderen Lehrbuch: Amold Kappert, „Diagnose arterieller, venöser und lymphatischer Erkrankungen“, 1981, sind es 393 Seiten für das Blut und 21 Seiten für das Lymph-gefäßsystem. In den meisten anderen Lehrbüchern dürfte das Verhältnis der Beschreibung des Blutes zu dem der Lymphe ähnlich sein. Dabei wird es zumindest jeden Laien von vornherein wundern, dass bei einem Mengenverhältnis Blut/Lymphe von 1:3 die Seitenzahl in den Lehrbüchern etwa 20:1 ist. Dieses Missverhältnis ist erstaunlich und erklärungsbedürftig. Meines Erachtens liegt der Grund darin, dass die Bedeutung des Lymphsystems völlig unterschätzt wird.

Woher kommt der Name?

Das Wort Lymphe ist griechischen Ursprungs und bedeutet einfach „klare Flüssigkeit“. Im Gegensatz zum roten Blut sieht die Lymphe klar aus. Es ist nur eine Beschreibung des Aussehens, so als wenn man Blut als „rote Flüssigkeit“ bezeichnen würde.
Bedeutung des Lymphsystems

Die Lymphflüssigkeit befindet sich hauptsächlich in zwei Bereichen des menschlichen Körpers: in den Lymphgefäßen und in dem so genannten Zwischenzellgewebe. Die Lymphgefäße durchziehen den ganzen Körper. Sie beginnen als Lymphspalten im gerade ge-nannten Zwischenzellgewebe, vereinigen sich erst zu kleineren, später zu größeren Lymphgefäßen und münden in die Zweige der großen oberen Hohlvene. Von dort aus gelangen sie mit dem Venenblut direkt ins Herz.

Bedeutungsvoll ist auch der Beginn der Lymphgefäße. Aus dem Zwischenzellgewebe entwickeln sich zuerst die Lymphspalten. Man kann diese Entstehung mit einem Sumpfgebiet vergleichen, aus dem eine Vielzahl von kleinen Wasserläufen entspringt, die sich zu einem Bach vereinigen. Aus vielen Bächen wird ein Fluss, aus mehreren Flüssen ein Strom.

Genauso verhält es sich auch mit den Lymphgefäßen. Das Hauptlagergebiet für die Lymphflüssigkeit ist das Zwischenzellgewebe, in dem über Lymphspalten die Lymphe abfließt in die kleinen Lymphgefäße, die sich dann zu den größeren Lymphgefäßen vereinigen.

Das Zwischenzellgewebe wird auch weiches Bindegewebe genannt. Es verbindet alle Teile des Körpers miteinander, daher der Name. Das Zwischenzellgewebe hat aber über die mechanische Verbindung der Körperteile hinaus noch eine Vielzahl anderer sehr wichtiger Aufgaben. Es ist z. B. das Gewebe, über das alle Stoffe des Blutes zu den Zellen gebracht werden. Denn die Blutgefäße haben keinen direkten Zugang zu den Zellen, weil zwischen Blutgefäßen und Organzellen (Leber-, Muskel-, Gehirnzellen u.ä.) das „weiche Binde-gewebe“ geschaltet ist – es verbindet die verschiedenen Körperteile.

Alle Stoffe, die vom Blut zu den Körperzellen, und auch alle Stoffe, die von den Zellen ins Blut gelangen sollen, werden über dieses Gewebe transportiert.

Das sind sowohl Sauerstoff, Nährstoffe, Vitamine, Enzyme, Spurenelemente usw. als auch in der Gegenrichtung Hormone, sowie Schlackenstoffe.

Das Zwischenzellgewebe ist in beiden Richtungen ein Durchgangsgewebe. Dieses Gewebe wird auch als der Hauptmüllabladeplatz des Körpers bezeichnet. Es ist aufnahmefähig für viele Stoffe, die ausgeschieden werden sollten, aber aus irgendwelchen Gründen nicht gleich ausgeschieden werden können.

Die Anhäufung dieses „Stoffwechselmülls“ führt wahrscheinlich zur Müdigkeit. Weil wir nachts einen erheblichen Teil dieses „Mülls“ verarbeiten, fühlen wir uns normalerweise morgens frisch und ausgeruht. Das Zwischenzellgewebe enthält große Mengen von Lymphflüssigkeit, die es aufgenommen hat wie ein Schwamm oder wie ein Sumpfgelände. Von dort fließt, wie oben geschildert, über Lymphspalten diese Flüssigkeit ab.

Wenn wir uns an der Haut ganz oberflächlich verletzen, so dass zwar die oberen Hautschichten abgeschabt werden, aber noch kein Blut fließt, dann tritt aus dieser Wunde oft eine gelbliche Flüssigkeit aus. Wir haben in einem solchen Fall Lymphspalten oder kleine Lymphgefäße verletzt, so dass die Lymphe austreten kann. Erst in einer etwas tieferen Schicht finden wir die feinen oberflächlichen Blutgefäße.

Genauso verhält es sich an den Oberflächen aller Schleimhäute, sei es der Mund, der Darm, die Nase, die Augen und anderswo. Überall liegen direkt unter der Haut oder der Schleimhaut erst die Lymphgebiete und dann die feinen Blutgefäße (Kapillaren). Allein daran können wir schon erkennen, dass das Lymphsystem sehr wichtig sein muss. Denn es kommt mit allen Stoffen, die wir über die Haut oder die Schleimhaut aufnehmen, viel früher in Berührung als das Blut.

Nehmen wir z. B. über Mund und Nase Stoffe auf (z. B. Abgase, Tabakrauch, Giftstoffe in der Nahrung u. a.), so werden diese Stoffe vom Lymphsystem aufgenommen und nicht vom Blut. Das ist sehr wichtig für uns, denn durch die Aufnahme über die Lymphe gelangen diese Giftstoffe in die zahlreichen Lymphknoten, in denen die Stoffe weitgehend zurückgehalten und entgiftet werden.

Wir haben an jeder Seite des Halses ca. 50 – 100 Lymphknoten. Diese dienen der Entgiftung, wie gerade gesagt, und der Bildung von Lymphozyten, eines Teiles der weißen Blutkörperchen und damit der “körpereigenen Polizei“.

Die Lymphknoten halten den überwiegenden Teil der Gifte davon ab, weiter zu fließen; sie werden in den Lymphknoten unschädlich gemacht, denn die Lymphe fließt dann direkt zum Herzen, würde also beim Weitertransport von Giften auch den Herzmuskel ver-giften.

Das merken wir auch schnell bei allen stärkeren Infektionen, wie Halsentzündung, Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenkatarrh – wir spüren die Infektion auch am Herzen, weil die Lymphknoten nicht alle Infektionsstoffe zurückhalten können. Wir sind dann leistungsschwächer, haben einen schnelleren Puls, sind leichter erschöpft. Lymphknoten – wie wichtig ist der Lymphfluss weiterlesen

Klassischer Hitzschlag bei Senioren

Die klassische Form des Hitzschlags tritt vor allem bei älteren, multimorbiden Patienten auf, die nicht mehr für sich selbst sorgen können. Dem Organismus fehlt die Möglichkeit, sich hohen Temperaturen anzupassen.
Auch falsches Verhalten, etwa unangemessene Kleidung oder eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme oder Medikamente wie Betablocker, Diuretika, Calciumkanalblocker, u.a. erhöhen das Risiko. Bei den Patienten kommt es vorrangig zu Dysfunktionen des zentralen Nervensystems, seltener zur Rhabdomyolyse oder zum akutes Nierenversagen. Calcium und Kalium im Serum sind dabei normal.

Ein Hitzschlag bei diesen Personen wird oft erst 2 bis 3 Tage nach Einsetzen der Beschwerden entdeckt. „Diese Verzögerung der Behandlung führt zu einer Mortalität von mehr als 50 Prozent“

Achte auf Deine Augen

Die kalte, dunkle Jahreszeit belastet nicht nur Psyche und Immunsystem. Das Wechselspiel zwischen niedrigen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit und eisigem Wind draußen sowie warmen Räumen und Heizungsluft drinnen führt auch dazu, dass viele Menschen jetzt verstärkt unter trockenen Augen leiden.

Hilfreich ist es, stark klimatisierte oder überheizte Räume, soweit möglich, zu meiden. Und auch etwas mehr Zurückhaltung beim Internetsurfen oder Fernsehen bewirkt einiges. Denn durch das wesentlich reduzierte Blinzeln kommt es vielfach zu Störungen beziehungsweise Verminderungen der Tränenbildung.

Blinzeln hilft Achte auf Deine Augen weiterlesen

Lasst die Menschen menschlich sterben!

Der Pflegenotstand ist das Ergebnis der“Unendlichpflege“, da keiner mehr sterben darf. Die Ärzte sind es doch, die niemanden sterben lassen. Hier noch ein Pillchen, da noch ein Maschinchen… Kann der Patient nicht mehr Schlucken, wird halt kurzer Hand eine Magensonde gelegt. Hat man keine Patientenverfügung ist man total ausgeliefert. Nicht mal der Ehepartner kann diese Qual verhindern. Machen wir ne Studie draus, klingelt gleich noch die Kasse… Aus Eitelkeit und Geldgier zieht ihr jedes Gemüse durch die komplette Maschinerie… Ich kann ein Lied davon singen, erlebe das jeden Tag. Hinsichtlich der „Unendlichpflege“ wird diese zum einen von den Angehörigen eingefordert, die das oft nicht finanzieren müssen, denn es gibt Tagespflegesätze in der speziellen Intensiv-Altenpflege mit Beatmung etc. da kommen monatlich 27.000 Euro Kosten ohne Arzt und Lasst die Menschen menschlich sterben! weiterlesen

Krankheiten erkennen und heilen